Über mich

Gründerin von telling-pieces®

Ich bin Sandra – 47 Jahre alt, Mutter zweier großer Kinder, lange alleinerziehend, aufgewachsen auf dem Dorf.
Vielleicht beginnt meine Geschichte genau dort: an einem Ort, an dem Wege weit sind und Kultur oft nur erreichbar ist, wenn man Zeit, ein Auto oder jemanden hat, der einen mitnimmt.

Eine meiner stärksten Kindheitserinnerungen ist das Puzzeln mit meiner Oma: gemeinsam sitzen, reden, auch mal schweigen – und am Ende etwas zusammenfügen, das vorher verstreut war.
Genauso stark sind die Erinnerungen an Märchenschallplatten, die ich stundenlang gehört habe und die Stunden hinter Büchern aus der Landbibliothek.
Dieses Versinken in Klang und Geschichte begleitet mich bis heute.

Profilbild der freundlichen Sandra

Mein beruflicher Weg

Ich habe BWL und Sozialpädagogik studiert, später eine Ausbildung als systemische Coachin abgeschlossen und fast zwanzig Jahre in der historisch-politischen Bildung gearbeitet.
Dort habe ich Jugendliche und lokale Teams begleitet, wenn sie sich mit Geschichte, Erinnerung, Transformation und persönlichen Biografien auseinandersetzten – vom ersten Gedanken bis zum fertigen Projekt.

Mich interessiert, wie Systeme funktionieren:
wie Gesellschaften sich entwickeln, was Macht mit Menschen macht, wie Geldflüsse unsere Welt prägen, warum Kooperation so oft schwerfällt und was Menschen brauchen, um füreinander da zu sein.
Fragen, die eng mit der Gemeinwohlökonomie und der Gestaltung unseres Zusammenlebens verbunden sind.

Aus dieser Arbeit kommt mein Blick:

  • auf das, was Menschen verbindet
  • auf das, was sie verletzt
  • auf ungehörte Perspektiven, besonders von Frauen
  • auf Beziehungen, Machtverhältnisse und blinde Flecken
  • auf die Linien zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Ich interessiere mich für Kunst – aber immer auch für die Welt, in der sie entstanden ist:
Welche Musik lief?
Welche Filme und Theatertexte prägten die Zeit?
Welche Erfindungen veränderten den Alltag?
Wie fühlten Menschen, die nie in Geschichtsbüchern stehen?

All das fließt in telling-pieces® ein.

Warum „Nighthawks“?

Als ich mit telling-pieces® begann, habe ich zu vielen Kunstwerken recherchiert.
Aber bei Edward Hopper bin ich hängen geblieben.

Nicht nur wegen des Bildes, sondern wegen seiner Beziehung zu seiner Frau Josephine „Jo“ Hopper – einer Künstlerin, deren Werk lange unsichtbar blieb.
Ihre gemeinsame Geschichte erzählt viel darüber, wie patriarchale Strukturen wirken – nicht nur auf Frauen, sondern auch auf Männer, die in ihnen gefangen sind.

„Nighthawks“ selbst entstand in einer Gesellschaft, die gerade eine schwere Krise hinter sich hatte.
Mich beschäftigt die Frage, wie Menschen Krisen verarbeiten, was in der „DNA“ einer Gesellschaft bleibt, wie Angst, Hoffnung, Rückzug und Wandel sich miteinander verweben.

In einer Zeit, in der wir selbst von Krise zu Krise gehen, hat mich dieses Bild besonders berührt.
Es zeigt Menschen, die nebeneinander sitzen und dennoch in ihrer eigenen Welt sind – verbunden und allein zugleich.

Die Geschichte, die ich dazu erzähle, weitet den Blick auf Hoffnung und auf das, was in solchen Zeiten Kraft geben kann.

Für mich erzählt „Nighthawks“ etwas über uns alle.
Zurückhaltend.
Und doch sehr deutlich.

Wie telling-pieces® entstanden ist

telling-pieces® ist ein handgemachtes Projekt – sorgfältig, langsam und mit viel Lernen.
Eine Idee, die sich anfühlte wie ein erstes Mal schwanger sein:
Man weiß nicht genau, worauf man sich eingelassen hat, spürt aber, dass etwas wächst, und versteht es beim Tun.

Ich habe:

  • recherchiert, gelesen, gehört, Dokumentationen angesehen
  • das gesamte Skript selbst geschrieben
  • Gedichte übersetzt und mit zwei Sprecher:innen eingesprochen
  • mit einem US-Verlag korrespondiert, um Jo Hoppers Stimme einzubinden
  • einen Sprecherinnen-Workshop besucht
  • mich in Audioarbeit, Schnitt und Klangräume eingearbeitet
  • das Hörbuch selbst gesprochen – was mir große Freude gemacht hat
  • Musik recherchiert, die legal nutzbar ist und atmosphärisch zur Zeit passt
  • Bild- und Textrechte geklärt
  • die Marke schützen lassen
  • die Verpackung gestaltet („Kultur to go“)
  • das Weitergabe-Logbuch und die Puzzleunterlage entworfen
  • Website und Webshop aufgebaut
  • mich in Technik, Streaming, Zahlungssysteme und Herstellerpflichten eingearbeitet
  • einen Businessplan begonnen – und irgendwann entschieden, loszugehen,
    weil erst das Feedback der Menschen zeigt, ob ein Produkt lebt

Viele Menschen haben mich unterstützt – mit Gestaltung, Technik, Stimme und Ermutigung.
Dafür bin ich dankbar.

Menschen hinter telling-pieces®

Jedes Werk entsteht im Zusammenspiel vieler Stimmen und Hände: Sprecher:innen, Musiker:innen, Gestalter:innen – Menschen mit Leidenschaft für Kunst und Klang. Auf der Puzzlevorlage findest du ihre Namen.

Ein herzliches Dankeschön geht an:
Annegret (Logo-Design), Thomas (Technik), Sylvia (Tonmastering), Petra & Team (Verpackungsmitentwicklung),
den Lotsendienst Potsdam, Freund:innen & Familie –
und dich, weil du dieses Projekt mit deinem Kauf möglich machst.

Und ich wünsche mir, anderen Mut zu machen:
Dinge durchdenken, ja.
Aber auch Dinge wagen.
Ideen umsetzen.
Selbst anfangen.

Was mir wichtig ist

  • Verbindung: zwischen Menschen, Zeiten, Generationen
  • Zugang: Kultur gehört allen, nicht nur denen, die mobil oder privilegiert sind
  • Nachhaltigkeit: Weitergeben statt Wegwerfen
  • Sorgfalt: in Klang, Text, Recherche, Gestaltung
  • Einordnung: Geschichte ohne Zeigefinger, sanft und einladend
  • Perspektiven: besonders weibliche und übersehene
  • Resonanz: Kunst nicht nur ansehen, sondern fühlen, hören, einordnen
  • Mut: für eigene Wege, für leise Ideen, für unaufgeregte Kultur

Warum telling-pieces®

Weil Kultur nicht laut sein muss, um viel zu sagen.
Weil nicht alle Menschen Museen erreichen können – aus gesundheitlichen, sozialen oder geografischen Gründen.
Weil Geschichten helfen, uns selbst besser zu verstehen.
Weil kreative Rituale Kraft geben.
Weil Ruhe ein Wert ist.
Weil Verbindung ein Bedürfnis ist.
Weil Kultur auch am Küchentisch entstehen kann.

Ein letzter Satz

Ich glaube daran, dass Kultur uns miteinander verbindet – und dass jede und jeder einen Zugang dazu verdient.

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